Brand im Torfwerk

F4 - Feuer sehr groß
Brandeinsatz
Einsatzort Details

Georgsdorf, Adorfer Strasse
Datum 20.04.2019
Alarmierungszeit 15:29 Uhr
Einsatzende 04:00 Uhr
Einsatzdauer 12 Std. 31 Min.
Alarmierungsart Melder - Großalarm
eingesetzte Kräfte

Ortsfeuerwehr Neuenhaus
Ortsfeuerwehr Georgsdorf
Ortsfeuerwehr Lage
Rettungsdienst
Landkreis Grafschaft Bentheim
Ortsfeuerwehr Veldhausen

Einsatzbericht

Am frühen Samstagnachmittag wurde in einem Torfwerk in Georgsdorf eine Rauchentwicklung festgestellt. Da diese sich intensivierte wurde neben der örtliche zuständigen Feuerwehr Georgsdorf auch Veldhausen und Twist mit alarmiert. Bei der Erkundung der ersteintreffenden Kräfte, stellte sich heraus, dass Paletten und gelagertes Torf brannten. Trockene Witterung und leicht böiger Wind fachten das Feuer weiter an.

Es drohte auf Produktionshallen überzugreifen. Für die Samtgemeinde Neuenhaus wurde Vollalarm ausgelöst. Wir rückten mit LF 16, TLF, MZF und dem Wechsellader des Landkreises aus. Im Feuerwehrhaus verblieben weitere Kräfte in Bereitschaft um mit ELW und HLF den Gebietsschutz für die Samtgemeinde aufrecht zu erhalten.

Das WLF und TLF konnten umgehende in die Brandbekämpfung eingebunden werden. Die Besatzung vom LF übernahm Strahlrohre und schützte Werkhallen. Das MZF bewährte sich einmal mehr als Logistikfahrzeug. Von einem Neuenhauser Getränkehändler konnten 40 Kisten Wasser und Apfelschorle geholt werden. Bei 24 Grad in der prallen Sonne war der Einsatz schweißtreibend. Im weiteren Verlauf wurde mit dem MZF Kraftstoff zu den Fahrzeugen und Pumpen gefahren.

Da noch mit einem längeren Einsatzverlauf zu rechnen war, alarmierte man das DRK Neuenhaus. Zum einen konnte der für die Eigensicherung bereitstehende RTW vom Rettungsdienst wieder abrücken. Zum anderen galt es die Versorgung der rund 90 Einsatzkräfte zu organisieren. Kurzerhand bestellte man Pizza bei einer Pizzeria. Da diese über mehrere Standorte verfügte, konnte in etwas mehr als einer Stunde die Einsatzstelle versorgt werden.

Durch die Arbeit in der prallen Sonne mussten die Kräfte immer häufiger durchgetauscht werden, je länger der Einsatz dauert. Die Feuerwehr Wietmarschen rückte mit zwei Fahrzeugen und 12 Kräften an. Das war eine wertvolle Hilfe. Nach und nach konnten die Flammen eingedämmt werden. Die ersten Kräfte konnten die Einsatzstelle verlassen. Der GW-Logisitk von der FTZ war mit dem Schirrmeister zur Einsatzstelle gekommen. So konnten die Fahrzeuge einsatzbereit beladen den Heimweg antreten.

Jedoch bestand die Notwendigkeit, eine Brandwache vor Ort zu lassen. Während LF und WLF zurück nach Neuenhaus fuhren und die Fahrzeuge sauber machten, blieben TLF und MZF mit acht Kräften vor Ort. Regelmäßig kontrollierte man die Brandstelle. Zwei Werfer schützten die Gebäude. Da im Laufe der Nacht sich Glutnester zeigten, kamen noch drei C-Rohre zum Einsatz. Anfangs wurde man mit Löschwasser des LF16-TS versorgt. Dort verstopfte im Laufe der Zeit aber die Ansaugöffnung.

Um den notwendigen Bedarf an Löschwasser nicht länger als notwendig zu unterbrechen, übernahm unser TLF die Wasserförderung. Um kurz nach zwei trafen die Georgsdorfer Kameraden zur Ablösung ein. Sie setzten ihr LF16 wieder in Gang und dann konnten auch wir die Heimreise antreten. Mit Aufräumen und Wiederherstellen der Einsatzbereitschaft waren wir um halb vier fertig. Somit endete der Einsatz nach rund 12 Stunden. 

 

sonstige Informationen

Einsatzbilder